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Terminänderung 2018

Liebe Läuferinnen und Läufer,

beim Laufen gelingt es Angelika und mir ab und an als Erste/Erster über die Ziellinie zu laufen.

Bei der Termin- bzw Laufstreckenreservierung für den 100km Wien Lauf 2018 waren wir in diesem Jahr leider nur Zweiter. Und das, obwohl ich so früh wie noch nie um die Genehmigung unseres Laufes angesucht habe. Aber die Veranstalter des Pride-Runs waren schneller.

Wir haben uns überlegt, den Lauf um eine Woche nach vorne zu verlegen. Aber da es doch sehr viele Vielläuferinnen aber vor allem Vielläufer unter den Ultras gibt, dachten wir uns, dass einige dieses Wochenende schon anderwertig verplant haben.

Aus diesem Grund werden wir am Wochenende nichts ändern. Der 100km Wien Lauf 2018 findet wieder am zweiten Juniwochenende statt. Allerdings fällt der Startschuss für die 100km am Sonntag den 10.06.2018 um 06:00 Uhr

Wir hoffen, dass dieser Kompromiss für alle von Euch, die geplant haben in Wien an den Start zu gehen, Akzeptanz findet.

Die gute Nachricht kommt zum Schluss: Im Zuge des 100km Wien Laufs werden heuer zum ersten Mal die Staatsmeisterschaften der Herren im 100km Lauf ausgetragen.

Die Damen-, Mannschafts- und Masterswertung wird weiterhin als Österreichische Meisterschaft durchgeführt.

Angelika und ich sind bereits voller Tatendrang und freuen uns schon heute, möglichst viele von Euch im Prater begrüßen, betreuen und anfeuern zu dürfen.

Bis Bald,

Angelika und Klemens (der Organisationsschneckerich!)

 

Ausblick 2018

Unser Sommerprojekt "von oben nach unten" ist lauftechnisch abgeschlossen und wir können uns wieder vollständig unserem alten/neuen Projekt "100km-Wien 2018" widmen.

Überraschenderweise hatten wir tatsächlich schon Anmeldeanfragen, also wird es Zeit für Informationen auf unserer Homepage. Grundsätzlich ist es wie immer eine gemeinnützige Veranstaltung für die Selbsthilfegruppe Schädelhirntrauma. 2017 konnten wir € 1.000,- überweisen. Das gelang uns nur dank der Unterstützung vieler freiwilliger HelferInnen und SpenderInnen.

Die 100km Wien finden am 09. Juni 2018 statt.

Wie im letzten Jahr gibt es wieder die 100km für SololäuferInnen und für Staffeln.

Ebenso wird es wieder den 50km Bewerb für SololäuferInnen und Staffeln geben. Über diese Distanz werden wir auch wieder Nordic WalkerInnen die Möglichkeit geben, Ultraluft zu schnuppern.

An der Streckenführung werden wir nichts ändern.

NEUES:

Im Gespräch ist ein upgrade der Österreichischen Meisterschaften über 100km auf Staatsmeisterschaften über 100km. Die Entscheidung darüber fällt in den nächsten Wochen/Monaten bei einer ÖLV Sitzung.

Wir wünschen euch noch eine erfolgreiche Herbstsaison und freuen uns schon, euch im Juni wieder im Prater begrüßen zu dürfen.

                

Geschichten aus dem Prater

Die kleinen schönen Geschichten die der 100km-Wien-Lauf 2017 so geschrieben hat.

Mike Neunlinger ist kein unbeschriebens Blatt in der Ultralaufszene und ist und war bei allen wichtigen Events schon auf der Laufstrecke. Auch seine Geschichte wäre absolut erzählenswert, aber dieses Mal steht sein Sohn Marcel im Mittelpunkt. Aufgrund von sehr angeschwollenen Beinen und Rückenschmerzen musste Mike nach 5 Runden das Handtuch werfen – völlig enttäuscht hat er sich die erste Zeit im Auto verschanzt. Weil ihm halt langweilig war, hat Marcel sich allein auf die Strecke getraut, aus einer Runde wurden dann, ausgestattet natürlich mit eigener Startnummer und eigenem Lauf-T-Shirt, 6 Runden. Auch Papa Mike konnte wieder lächeln und war ungemein stolz auf seinen „kleinen Mann“

Das noch kleinere Laufwunder heißt Anna – Anna ist jetzt geschätzte 3 Jahre alt - und die Tochter von Natalia Steiger-Rauth und Romed Rauth. Da Papa versuchte, seine Lorbeeren und eine sehr gute Platzierung zu erlaufen, was ihm ja auch gelungen ist, versuchte sich Anna als Nachwuchstalent im Duathlon – in den Bewerben Laufrad und Mama nachlaufen. Da ihr leider die Lauf-T-Shirts noch nicht passen, durfte es als Belohnung ein Lutscher sein.

Unsere finale Geschichte darf ich Sarah und Sebastian widmen. Der schicksalbehaftete Rucksack den Sarah zu tragen hat, ist sehr schwer – sie liebt das Leben, begegnet jedem schönen Erlebnis mit einem strahlenden Lachen – aber ihr Leben ist nicht mehr das was es war und es wird nicht leichter. Sarah läuft nun seit einem Jahr mit der Diagnose ALS-Amyotrophe Lateral Sklerose- durchs Leben. Auch unser Sebastian, wer kennt unseren rotgesichtigen Sohnemann nicht, dreht jedes Jahr mehr Runden und fiebert immer diesen/seinen Lauf entgegen.

„Extrem to extrem“ war unser Motto, also haben wir Sarah eingeladen, sich in der Atmosphäre der Ultralauffamilie wohlzufühlen – „denn sind mir uns ehrlich“- mit fortgeschrittener Laufzeit fällt keinem mehr so richtig auf, ob Bewegungen nun harmonisch ablaufen oder nicht. Sarah schaffte 2 Runden und war selig ihren persönlichen Rekord der letzten 2 Monate geschafft zu haben, Sebastian schaffte ungefähr 5 Runden, keiner weiss es genau (2018 wird gezählt)– danke für Eure Toleranz!

Ich entschuldige mich für die Form des Newsletters und des Beitrages, ich verspreche, dass wir daran arbeiten werden, diese noch zu verbessern bis zum 09.06.2018.

Nach dem Lauf haben wir auch ein paar mails bekommen, die wir euch gerne weiterleiten möchten, weil sie Angelika und mich besonders gefreut haben.

Von Romed:

"Hallo Angelika, servus Klemens!
 
Nachdem wir ja am Samstag nicht so viel Zeit zum Plaudern gehabt haben, muss ich mich auf diesem Weg noch für die pipifeine Organisation bedanken!
Nicht nur, daß Ankelika mich beim Start wie angekündigt nicht erschossen hat, nein, auch sonst hat alles gepasst! Der Futtertrog war ein Wahnsinn, die Athmosphähre spitze, die Startnummer wie erwartet mit Herzen versehen und einen Leistungsnachweis für mein evtl. nächstjähriges "40er-Geschenk" dürfte ich somit auch in der Tasche haben.
 
Nachdem es ja bei Euch bald in die finale Phase für den Deutschlandlauf geht, wünschen Natalia und ich Euch schon jetzt alles Gute!
 
LG
Romed, Läufer der Herzen (jetzt mit Schmerzen)"

Von Petra Ropret

"Hello
Thank you very much
that I was a part of you and run my first ultra in Wien. I was surprised by your support, and I am so grateful that you allowed (12h limits) that I can ran to the end. Thanks!
 You will be allways in my heart and im happy to share this story forward.
Thank you!
If you have any published photo please if you could send me a link.
Have a nice day:)

--
lp
Petra Ropret" 

Wir hoffen, ihr habt euch alle schon wieder gut erholt!

Angelika und ich haben unseren Fokus nun voll auf unser Projekt "Von oben nach unten - durch Deutschland in 19 Tagen"

Wir hoffen, ihr schaut immer wieder vorbei auf unserem Blog www.obennachunten.blogspot.com und erzählt auch Bekannten und Freunden davon.

Das war 2017!

Bevor ich über die letzten und natürlich spannendsten sechs Stunden des gestrigen Tages berichte, möchten Angelika und ich noch einmal ein großes Danke sagen.

Danke, für die vielen netten und sehr persönlichen Berichte über unseren Lauf im Vorfeld.

Danke, für euren Einsatz und eure gezeigten Leistungen und das Lächeln, dass ihr uns jede Runde gezeigt habt.

Danke, allen Helferinnen und Helfern, die uns ihre Zeit geschenkt haben und ohne deren Hilfe diese Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Allen voran den Helfern der SHT Schädelhirntraume, die mit besonders großem Einsatz dabei sind.

Danke, dass wir dieses „Ultralauffamilienfest“ mit euch feiern durften.

Jetzt aber zum Renngeschehen zwischen 12:00 und 18:00 Uhr.

Beim 100km Bewerb ist der Führungswechsel tatsächlich wie von mir angekündigt nach gut sechs Stunden Laufzeit passiert. Branco Moser hat das Tempo forciert und dieses bis ins Ziel auch nicht mehr verringern müssen. Und so beendete er das Rennen mit 7:15:20, einem negativ Split (3:39:47/3:35:33). Das ist die zweitschnellste Siegerzeit in der sechsjährigen Geschichte dieses Laufes.

Florian Grasel musste dem Anfangstempo dann doch Tribut zollen, beendete das Rennen jedoch auch mit hervorragenden 7:27:08. Bleibt die Frage, welche Endzeit möglich gewesen wäre, wenn er völlig erholt an den Start dieses Rennens gegangen wäre.

Den dritten Platz sicherte sich Romed Rauth, der Läufer der Herzen, ein Titel, den er sich bei der 100km WM in Gibraltar verdient hat, mit 7:57:47

Der Kampf ums Podest war jedoch nicht mit Karsten Kühne, der den fünften Platz belegte und eine neue persönliche Bestzeit auf den Asphalt knallte, sondern mit Thomas Unger vom Team vegan, der sich nach seiner Schwächephase wieder erholte und nur 35 Sekunden hinter Romed, ebenfalls noch unter acht Stunden über die Ziellinie lief.

Bei den Damen ließ sich Karin Augustin die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Auch wenn sie nach ihrem ambitionierten Beginn mit 50km in 4:18 ihrem Trainingsrückstand Tributzollen musste und ab Km 60 stark zu kämpfen hatte. Aber Karin hat schon oft bewiesen, dass sie wirklich leiden kann, ohne zu raunzen und immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie sicherte sich mit 9:28 den Sieg und den österreichischen Meistertitel.

Auf den Plätzen folgten Kathy Michelitsch vom Team Vegan mit 9:44:19 und Judit Regner mit 9:55.20

Einen der emotionalsten Momente des Tages bescherte uns Petra Ropret die ihr 100km Debut in Wien feierte und für die wir die Karenzzeit um 11 Minuten verlängerte. Durch ein Spalier von noch anwesenden Helfern, Betreuern und StaffelläuferInnen beendete sie ihr Debut in 12:11:49.

Bei den 50km Läufern spielte Herbert Hartl seine Routine aus unzähligen Ultraläufen aus und sorgte mit einem souveränen Sieg in 3:51:40 für ein weiteres Highlight dieses Tages. Der lange Zeit führende Marco Lackner landete schlussendlich mit 4:05:04 auf dem zweiten Platz.

Ein großes Ausrufezeichen in ihrer noch jungen Ultralauf Karriere setze Dorit Löffer, die mit hervorragenden 4:05:09 nur knapp den zweiten Gesamtrang verpasste und souverän die Damenwertung gewann. Der Dritte Mann, Willi Kreinecker finishte in 4:11:13.

Aber auch die zweite Dame, Catherine Hager, zeigte ein mehr als vielversprechendes Debut auf der Ultradistanz. Sie belegte den siebten Gesamtrang mit einer Endzeit von 4:19:54.

Das Podium bei den Damen komplettierte Gertraud Haller-Peck.

Über die 50km wurden auch noch zwei österreichische Bestleistungen in den Altersklassen M65 und M75 aufgestellt.

Ludwig Wolf verbesserte die bestehende Bestleistung in der M65, wie angekündigt, auf 4:33:29.

Braunreiter Huber, Jahrgang 1942, stellte mit 6:30:29 ebenfalls eine österreichische Bestleistung aus.

Herzlichen Glückwunsch an beide Mastersathleten

Auch die Nordic Walker sollen nicht unerwähnt bleiben. Viktor Vorauer finishte die 50km in 7:39:24 und Renate Barta, noch in der Aufbauphase nach einer Achillessehnen Operation, hat sich 25km als Ziel gesetzt, die sie mehr als bravourös gemeistert hat.

Bei den Staffeln gewannen die Wiener Laufvagabunden in 7:28:26 den 100km Bewerb vor der Staffel der rOunD robin eins Staffel. Den dritten Platz eroberte die Staffel Stirb langsam.

Die Damenwertung gewannen die Patchwork Power Women in 8:34:16 vor der Staffel Sunshine.

Besonders schön anzusehen war auch wieder der Ehrgeiz und Eifer, mit dem die Jugendstaffel rOunD robin Juniors und die ais Muskeltiere am Werk waren.

Über die 50km war die Staffel Team Bella siegreich. Die Golden Girls eroberten den zweiten Platz.

Auch wenn Angelika und ich nach diesem Tag fast genauso müde sind, wie wenn wir gelaufen werden, freuen wir uns heute schon wieder auf 2018.

Und zur Erinnerung, besucht unseren blog www.obennachunten.blogspot.com und begleitet uns auf unserem Lauf von Sylt auf die Zugspitze.