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Bevor ich über die letzten und natürlich spannendsten sechs Stunden des gestrigen Tages berichte, möchten Angelika und ich noch einmal ein großes Danke sagen.

Danke, für die vielen netten und sehr persönlichen Berichte über unseren Lauf im Vorfeld.

Danke, für euren Einsatz und eure gezeigten Leistungen und das Lächeln, dass ihr uns jede Runde gezeigt habt.

Danke, allen Helferinnen und Helfern, die uns ihre Zeit geschenkt haben und ohne deren Hilfe diese Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Allen voran den Helfern der SHT Schädelhirntraume, die mit besonders großem Einsatz dabei sind.

Danke, dass wir dieses „Ultralauffamilienfest“ mit euch feiern durften.

Jetzt aber zum Renngeschehen zwischen 12:00 und 18:00 Uhr.

Beim 100km Bewerb ist der Führungswechsel tatsächlich wie von mir angekündigt nach gut sechs Stunden Laufzeit passiert. Branco Moser hat das Tempo forciert und dieses bis ins Ziel auch nicht mehr verringern müssen. Und so beendete er das Rennen mit 7:15:20, einem negativ Split (3:39:47/3:35:33). Das ist die zweitschnellste Siegerzeit in der sechsjährigen Geschichte dieses Laufes.

Florian Grasel musste dem Anfangstempo dann doch Tribut zollen, beendete das Rennen jedoch auch mit hervorragenden 7:27:08. Bleibt die Frage, welche Endzeit möglich gewesen wäre, wenn er völlig erholt an den Start dieses Rennens gegangen wäre.

Den dritten Platz sicherte sich Romed Rauth, der Läufer der Herzen, ein Titel, den er sich bei der 100km WM in Gibraltar verdient hat, mit 7:57:47

Der Kampf ums Podest war jedoch nicht mit Karsten Kühne, der den fünften Platz belegte und eine neue persönliche Bestzeit auf den Asphalt knallte, sondern mit Thomas Unger vom Team vegan, der sich nach seiner Schwächephase wieder erholte und nur 35 Sekunden hinter Romed, ebenfalls noch unter acht Stunden über die Ziellinie lief.

Bei den Damen ließ sich Karin Augustin die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Auch wenn sie nach ihrem ambitionierten Beginn mit 50km in 4:18 ihrem Trainingsrückstand Tributzollen musste und ab Km 60 stark zu kämpfen hatte. Aber Karin hat schon oft bewiesen, dass sie wirklich leiden kann, ohne zu raunzen und immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie sicherte sich mit 9:28 den Sieg und den österreichischen Meistertitel.

Auf den Plätzen folgten Kathy Michelitsch vom Team Vegan mit 9:44:19 und Judit Regner mit 9:55.20

Einen der emotionalsten Momente des Tages bescherte uns Petra Ropret die ihr 100km Debut in Wien feierte und für die wir die Karenzzeit um 11 Minuten verlängerte. Durch ein Spalier von noch anwesenden Helfern, Betreuern und StaffelläuferInnen beendete sie ihr Debut in 12:11:49.

Bei den 50km Läufern spielte Herbert Hartl seine Routine aus unzähligen Ultraläufen aus und sorgte mit einem souveränen Sieg in 3:51:40 für ein weiteres Highlight dieses Tages. Der lange Zeit führende Marco Lackner landete schlussendlich mit 4:05:04 auf dem zweiten Platz.

Ein großes Ausrufezeichen in ihrer noch jungen Ultralauf Karriere setze Dorit Löffer, die mit hervorragenden 4:05:09 nur knapp den zweiten Gesamtrang verpasste und souverän die Damenwertung gewann. Der Dritte Mann, Willi Kreinecker finishte in 4:11:13.

Aber auch die zweite Dame, Catherine Hager, zeigte ein mehr als vielversprechendes Debut auf der Ultradistanz. Sie belegte den siebten Gesamtrang mit einer Endzeit von 4:19:54.

Das Podium bei den Damen komplettierte Gertraud Haller-Peck.

Über die 50km wurden auch noch zwei österreichische Bestleistungen in den Altersklassen M65 und M75 aufgestellt.

Ludwig Wolf verbesserte die bestehende Bestleistung in der M65, wie angekündigt, auf 4:33:29.

Braunreiter Huber, Jahrgang 1942, stellte mit 6:30:29 ebenfalls eine österreichische Bestleistung aus.

Herzlichen Glückwunsch an beide Mastersathleten

Auch die Nordic Walker sollen nicht unerwähnt bleiben. Viktor Vorauer finishte die 50km in 7:39:24 und Renate Barta, noch in der Aufbauphase nach einer Achillessehnen Operation, hat sich 25km als Ziel gesetzt, die sie mehr als bravourös gemeistert hat.

Bei den Staffeln gewannen die Wiener Laufvagabunden in 7:28:26 den 100km Bewerb vor der Staffel der rOunD robin eins Staffel. Den dritten Platz eroberte die Staffel Stirb langsam.

Die Damenwertung gewannen die Patchwork Power Women in 8:34:16 vor der Staffel Sunshine.

Besonders schön anzusehen war auch wieder der Ehrgeiz und Eifer, mit dem die Jugendstaffel rOunD robin Juniors und die ais Muskeltiere am Werk waren.

Über die 50km war die Staffel Team Bella siegreich. Die Golden Girls eroberten den zweiten Platz.

Auch wenn Angelika und ich nach diesem Tag fast genauso müde sind, wie wenn wir gelaufen werden, freuen wir uns heute schon wieder auf 2018.

Und zur Erinnerung, besucht unseren blog www.obennachunten.blogspot.com und begleitet uns auf unserem Lauf von Sylt auf die Zugspitze.