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Trinken aber richtig!

Endlich ist es tatsächlich Frühling geworden - und mit den höheren Temperaturen ist für uns LäuferInnen ein Thema besonders wichtig: das Trinken! Aber auch dabei kann man und frau noch einiges von den Organisatoren und Ultraläufern Angelika und Klemens lernen. 

Generell gilt, dass ein Wettkampfgetränk eine schlechte Ernährung im Vorfeld nicht ausgleichen kann. Eines der Hauptkriterien für ein geeignetes Sportgetränk ist eine möglichst rasche Magenentleerungszeit, diese kann durch die richtige Zusammensetzung begünstigt werden.

Aus diesem Grund wollen wir euch als erstes die Grundlagen wie Osmolalität und die damit verbundenen Begriffen hyperton/isoton/hypoton näher bringen. 

Hypertone Getränke (>300mOsm/kg), meist mit einem hohen Anteil an einfachen Kohlenhydraten oder einer zu großen Menge an Elektrolyten wie z.B.: Magnesium, haben einen höheren Anteil an gelösten Teilchen im Verhältnis zum Blut. Dadurch kommt es während der Belastung zu einem Flüssigkeitsverlust. In weiterer Folge können diese Getränke zum Erbrechen oder zu Bauchkrämpfen führen und Durchfall begünstigen.

Hypertone Getränke sind .z.B.: Fruchtsäfte, Energy Drinks, Limonaden/Cola, Malzbier und Regenerationsdrinks.

Isotone Getränke (285-300mOsm/kg) haben gleichviel gelöste Teilchen wie das Blut, dadurch kann die Flüssigkeit ohne Wasserverlust aus dem Magen-Darmtrakt aufgenommen werden.

Zu den Isotonen Getränken zählen, verdünnter Fruchtsaft 1:1, Isotonische Sportgetränke, gezuckerter Tee (max 60g Zucker/l)

Hypotone Getränke (<285mOsm/kg) haben weniger gelöste Teilchen als Blut und eher eine dem Schweiß vergleichbare Osmolalität. Untersuchungen haben gezeigt, das hypotone Flüssigkeiten schneller vom Körper resorbiert werden können als Isotone..

Zu den hypotonen Getränken zählen Leitungs-/Mineralwasser, Früchte-/Kräutertee, verdünnte Suppe, Fruchtsäfte 1:2, Alkoholfreies Bier.

Sportgetränke werden von uns Läuferinnen und Läufern genutzt, um die Entleerung der körpereigenen Kohlenhydratreserven zu verhindern oder zu verzögern, natürlich auch um einer Dehydration entgegenzuwirken. Bei optimalen Carboloading im Vorfeld des Wettkampfes, stehen dem Körper ca 400g Muskelglykogen (1600kcal), 100g Leberglykogen ( 400kcal) zur Verfügung. Dazu noch eine kleine Rechenaufgabe: bei einer Laufgeschwindigkeit von 12km/h (5min/km) verbraucht ein Läufer etwa 11,6kcal/kg Körpergewicht und Stunde. Ein 60kg schwerer Läufer verbraucht 696kcal/h und für die 100km somit 5800kcal.

40% der Energie wird über die Fettverbrennung gewonnen, das sind 2320 kcal, 1600kcal haben wir in unseren Muskeln gespeichert, somit bleiben noch ca. 1900kcal Differenz, die über die Ernährung bzw über das Trinken während des 100km Rennens zugeführt werden sollten. Das wären ca. 240kcal pro Stunde. Da der Magen max. 0,9l Flüssigkeit pro Stunde resorbieren kann, wären das 60gKH/0,9l Getränk.

Wir wollen euch nun drei Sportgetränke zum Selbermachen vorstellen, die in Studien; („Sportgetränke: individuell, optimiert“; „Osmolality and pH of sport and other drinks available in Switzerland“) auf ihre Osmolalität und optimale Zusammensetzung geprüft und von uns auf ihre Praxistauglichkeit getestet wurden.

Drink 1: 45 ml Himbeersirup, 865ml Leitungs- oder Mineralwasser, 25g Maltodextrin 6 und 1g Kochsalz (62,5g KH, 250kcal, Osmolalität 280mmol/kg)

Drink 2: 900ml Pfefferminztee (oder Tee nach Wahl), 10g Kristallzucker, 50g Maltodextrin 6 und 1g Kochsalz (60g KH, 240kcal, Osmolalität 185mmol/kg)

Drink 3: 225ml Fruchtsaft (Johannisbeere, Cranberry, Multivitamin), 675ml Leitungs- oder Mineralwasser, 40g Maltodextrin 6 und 1g Kochsalz ( 62,5g KH, 250kcal, Osmolalität 240mmol/kg)

Wir wünschen  euch viel Spaß beim Ausprobieren. Wenn ihr noch weitere Rezeptvorschläge braucht, schicken wir euch gerne die Rezepte zu. Einfach mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Viel Energie für die weitere Vorbereitung und trinken nicht vergessen!

Keep on running!

 

100km Wien- Der FÜNFTE

Am 11. Juni 2016 geht der 100km Wien Lauf in die 5. Runde!

Das Organisationsteam um Angelika Huemer-Toff und Klemens Huemer mit allen Helfern wird auch bei der kleinen Jubiläums-Auflage wieder alles daransetzen, ein optimales Umfeld für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu schaffen, damit die persönlichen Ziele erreicht werden können.

Bewährtes werden wir weiterführen und wenn möglich, weiter optimieren. Auf alle Fälle wird es wieder ein bewegter Tag in familiärer Atmosphäre im grünen Herzen von Wien.

Wir werden in den nächsten Wochen wieder beginnen, in (un-)regelmäßigen Abständen, Informationen zum Lauf zu versenden.

Das Organisationsteam wünscht allen Läuferinnen und Läufern noch eine erholsame und besinnliche Adventzeit und freut sich schon, euch am 11. Juni 2016 im Wiener Prater begrüßen und betreuen zu dürfen.

Das war 2015!

 

Beim vierten Mal hat es endlich geklappt! Die Strecke rechtzeitig abgesperrt und gekennzeichnet, die Staffelplätze zugeordnet, die Coaching-Zone markiert und die Musikanlage korrekt zusammengestellt.

 

Somit fiel zum ersten Mal um 6Uhr in entspannter Atmosphäre tatsächlich der Startschuss für 43 100km LäuferInnen und 14 StaffelstartläuferInnen. In den ersten Runden bestimmte Christian Buchebner das Renngeschehen. Direkt dahinter formierten sich die Favoriten mit Heinz-Jürgen Ressar, Hubert Morawetz und Andreas Sageder. Aber auch die Ultralaufrookies Matthias Aumayr und Harald Tschernitz reihten sich in den ersten Stunden ganz vorne ein. Gemütlicher startete der Rennsteigerprobte Karsten Kühne in die Österreichische Ultralaufmeisterschaft, um am Ende einmal mehr zu beweisen, dass sich Ausdauer früher oder später doch bezahlt macht, meist jedoch eher später, was mit dem ausgezeichneten dritten Meisterschaftsrang belohnt wurde. An der Spitze kam es zum üblichen Favoritensterben, wobei Heinz-Jürgen Ressar, mit deutlichem Trainingsrückstand nach seiner Verletzung von Turin, nach 60km das Rennen beendete. Auch Hubert Morawetz musste der Hitze und dem Anfangstempo Tribut zollen, kämpfte sich aber noch wacker auf den 6. Rang in der Meisterschaft. An der Spitze bewies einmal mehr Andreas Sageder seine Ausdauerfähigkeiten und Rennintelligenz und beendete trotz der großen Hitze in ausgezeichneten 7:47:54 als erster das Rennen und kürte sich zum neuen Österreichischen Meister im 100km Ultralauf. Dahinter platzierte sich Christian Buchebner mit einer soliden 8:09:36 auf dem zweiten Platz.

 

Bei den Damen wurde Ulrike Striednig ihrer Favoritinnenrolle absolut gerecht und verteidigte in 9:07:30 souverän ihren Titel von 2013. Pauline Moshammer in sehr starken 9:28:15 und Gertraud Haller-Peck in 10:27:41 komplettierten das Meisterschaftspodest bei den Damen.

 

Im offenen Rennen brachte vor allem die Leistung der Italienerin Elisabetta Albertini die Zuschauer zum Staunen, die in hervorragenden 8:13:23 nicht nur für eine famose Siegerinnenzeit sorgte, sondern in der Gesamtwertung den hervorragenden dritten Rang erreichte.

 

Aber auch die Staffeln lieferten sich dieses Jahr wieder ein beherztes Rennen um die begehrten Siegertorten der Konditorei Ullmann’s. Am Ende setzten sich die LäuferInnen von run42195.at ganz klar vor rOunD robin Drei und rOunD robin Zwei durch. Da es in diesem Jahr zum ersten Mal auch zwei reine Damenstaffeln am Start standen, gab es natürlich auch eine eigene Damenstaffelwertung. In dieser siegten die Läuferinnen vom Team Sunshine vor dem Team Turbo Schnecken 1.

 

Sensationell waren auch die drei Jugendstaffeln, die sich heuer am Start befanden. Sie lieferten sich ein beherztes Rennen um die Podestplätze, wobei am Ende die rOunD robin Juniors zwei  ganz klar die Nase gegenüber den rOunD robin Juniors eins vorne hatten. Die Ais-Jugendstaffel, heuer wieder aus Kärnten nach Wien angereist, belegte mit einer Endzeit knapp unter 10 Stunden den dritten Platz. Der Ultralaufnachwuchs scheint gesichert.

 

Natürlich wurden auch diese Leistungen mit Siegertorten belohnt.

 

Um 9Uhr, bei schon sehr warmen 25 Grad, wurden dann auch die 50km LäuferInnen auf die Strecke geschickt. Trotz der sehr warmen Temperaturen hatte Reinhard Buchgeher die österreichische Bestleistung über 50km im Visier, verfehlte diese leider in 3:15:25 nur ganz knapp. Dennoch ist diese Endzeit eine klare Ansage für die 100km WM in Winschoten. Deutlich dahinter belegte Dietmar Korntner und Michael Wagner die Plätze zwei und drei. Bei den Damen wurde die Deutsche Antje Krause ihrer Favoritinnenrolle absolut gerecht und siegte in soliden 4:22:57. Den zweiten Platz belegte die junge Carina Lauter vor Nicole Schawill.

 

Es ist leider nicht genug Platz vorhanden, um jede einzelne Läuferin und jeden einzelnen Läufer zu erwähnen, der sich bei diesen Bedingungen an das Abenteuer Ultralauf gewagt hat.

 

Alle haben unseren größten Respekt!!!

 

Trotzdem wollen wir zum Schluss auch Roland Hatschek und Andy Kapui gratulieren, die zwar die 100km nicht gefinisht haben, aber die letzten Stunden gemeinsam der Hitze getrotzt haben und trotz aller Widrigkeiten 11Stunden49Minuten und 39 Sekunden auf der Strecke geblieben sind. Chapeau!!!

 

Wir freuen uns schon heute auf die 5. Auflage von 100km Wien.

 

 

 

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank!

Es ist geschafft! Die vierte Runde von 100km Wien - und auch die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Ultralauf 2015 - sind Geschichte. Ergebnisse findet ihr wie gewohnt unter www.pentek-timing.at.

Wir möchten euch allen herzlich gratulieren und uns bedanken: zu Aller erst bei allen Läuferinnen und Läufern! Hut ab, dass ihr euch bei diesen hochsommerlichen Bedingungen an den Start gestellt habt - und Hut ab vor den großartigen Leistungen, die ihr gebracht ab! 

Wir freuen uns mit euch und auch darüber, dass wir heuer das größte StarterInnenfeld seit Beginn von 100km Wien vor vier Jahren zählen durften :) 

Danke natürlich auch bei allen Helferinnen und Helfern, die im Vorfeld Taschen nähen, Medaillen gestalten und und und .. und danke den Unermüdlichen, die am Wettkampftag gemeinsam mit Angelika und Klemens ab 4 Uhr früh tatkräftig anpacken und dafür sorgen, dass der Event reibungslos über die Bühne gehen kann! 

Danke an die Sponsoren AUVA und Teamsport Zens - und natürlich auch an das Team von TOP Physio! Das Massageservice ist sehr gut angenommen worden. 

Herzliche Gratulation noch einmal euch allen - genießt den Sonntag! 

Wir sehen uns wieder!